Hausaufgabenbetreuung gestartet

Anfang Dezember ist das Projekt der Flüchtlingshilfe e.V. mit der Stadtschule und der Stadt Butzbach angelaufen. Jeden Tag erhalten Intensivschüler und –schülerinnen nach ihrem Unterricht eine Stunde Hausaufgabenbetreuung. Dies ist wichtig, da die Eltern der überwiegend aus Syrien und Afghanistan stammenden Kinder oft nicht ausreichend Deutsch sprechen, um ihre Kinder in schulischen Angelegenheiten zu unterstützen.

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Mehrere Personen sind regelmäßig für die Kinder da. Esra Güngör studiert Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt und leitet das Projekt an der Stadtschule. 
Manizha Fazli und Edmoun Assac, selbst Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien, haben in ihren Heimatländern jahrelange Erfahrung als Lehrer gesammelt und besitzen zudem den Vorteil, sowohl auf Deutsch als auch in den Herkunftssprachen mit den Kindern kommunizieren zu können.

Der Verein Flüchtlingshilfe Butzbach e.V. wurde Ende 2015 gegründet, um Spenden entgegenzunehmen und diese an Arbeitsgruppen oder an Projekte, die Flüchtlinge unterstützen, weiterzuleiten. Zahlreiche Aktivitäten für Flüchtlinge sind 2016 unterstützt worden, so zum Beispiel Arbeitsmaterialien für Schule oder Ausbildung, Fahrtkosten zum Arzt oder zur Anhörung, Verhütungsmittel und vieles mehr.

Bitte helfen Sie mit, auch im kommenden Jahr flüchtende Menschen in unserer Gesellschaft zu integrieren und sie zu unterstützen und spenden Sie auf eines unserer Konten. Vielen Dank.


Paten gesucht II

Aufgrund immer noch steigender Flüchtlingszahlen steigt auch der Bedarf an Paten, die den neu ankommenden oder auch schon seit geraumer Zeit in Butzbach lebenden Asylbewerbern Hilfe und Unterstützung im täglichen Leben anbieten könnten.

Im Butzbach leben derzeit (Stand Mitte Januar 2016) 331 Flüchtlinge, wöchentlich werden unserer Stadt etwa 15 neue Flüchtlinge neu zugewiesen. Darüber hinaus sind in der Aufnahmeeinrichtung in der MPS Kirch-/Pohl-Göns etwa 60 weitere Neuankömmlinge untergebracht, die aber alle 2 Wochen wechseln, da sie dann auf die Kommunen aufgeteilt werden.

Nun, was macht ein Pate?

Eine Patenschaft ist eine ehrenamtliche Hilfe und meist entsteht ein mehr oder weniger intensives und persönliches Verhältnis zwischen den Geflüchteten (Einzelperson oder auch Familie) und der betreuenden Person.

Ein Pate hilft dem Flüchtling sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Er unterstützt ihn dort, wo er aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten oder fehlender lokaler, kultureller oder struktureller Kenntnisse überfordert ist. Das kann mal mehr und mal weniger zeitintensiv sein. Gespräche über das Leben in Deutschland, unsere Werte und Regeln können ebenfalls dazugehören.

Die Betreuung kann sowohl kurzfristige als auch allgemeine Themen beinhalten. Kurzfristige Situationen wären beispielsweise Begleitung zu einem Arzttermin, Unterstützung bei Behördengängen oder auch der Wohnungssuche.

Unter allgemeinen Themen verstehen wir so Dinge wie das Kennenlernen der Stadt mit ihren allgemeinen Einrichtungen, Aufzeigen von Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, Hilfe im öffentlichen Nahverkehr oder auch Freizeitgestaltungen, wie z.B. Ausflüge oder gemeinsames Kochen, was den Beteiligten in aller Regel sehr viel Spaß macht.

Paten sollten sich für ihre Aufgabe ein bestimmtes Zeitbudget festlegen. Wie sich die Patenschaft gestaltet, also einige Stunden pro Woche, ob regelmäßige Treffen oder nach Vereinbarung, bleibt jedem überlassen. Ein Pate sollte nach Möglichkeit gut und kurzfristig erreichbar sein – was jedoch keine 24-Stunden-Bereitschaft bedeuten soll.

Jeder Pate kann und muss für sich selbst festlegen, wieviel Zeit er in diese Aufgabe investieren möchte und investieren kann. Hier gibt es keine Vorschriften oder Vorgaben. Beispielsweise kann man auch zu zweit eine Patenschaft übernehmen oder andere ehrenamtliche Helfer bitten einzuspringen, wenn man mal keine Zeit hat, krank oder im Urlaub ist.

Wie es nach der Starthilfe und der angestrebten Selbständigkeit weitergeht, bleibt dem Paten überlassen. Es entsteht also keine ‘lebenslange’ Abhängigkeit oder Verpflichtung.

Das Ziel einer Patenschaft besteht darin, das ‚Patenkind’ selbständig zu machen, also Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten.

In Butzbach hat sich aus dem ‚Runden Tisch für Flüchtlinge’ heraus ein Arbeitskreis Patenschaften gebildet, der sich einmal im Monat trifft, um aktuelle Themen zu besprechen, sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen oder Tipps zu geben. Das nächste Treffen findet am 17. Februar um 1800 Uhr im Quartierszentrum in der John-F-Kennedy-Straße 63 statt.

Falls Sie Interesse an einer Patenschaft haben oder sich vielleicht auch erst nur einmal informieren möchten, wenden Sie sich bitte an Herrn Hoerschelmann vom Fachdienst Verwaltungssteuerung. Sie erreichen Herrn Hoerschelmann unter der Telefonnummer 06033 995 130 oder per E-Mail unter olaf.hoerschelmann@stadt-butzbach.de. Oder Sie kommen zum nächsten AK-Patenschaften-Treffen vorbei.

Hinweis; Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Es sind ausdrücklich auch Patinnen gemeint.

(BZ 21.1.2016)


Spendenkonten

Nach der Bestätigung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt haben wir nun auch 2 Konten eingerichtet. Eins bei der Sparkasse und eins bei der Volksbank.

InstitutIBANBIC
Sparkasse OberhessenDE59 5185 0079 0027 1411 61HELADEF1FRI
Volksbank ButzbachDE30 5186 1403 0000 1868 99GENODE51BUT

Wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen wollen, verwenden Sie als Empfänger Flüchtlingshilfe Butzbach, als Verwendungszweck geben Sie bitte Ihren Namen und Adresse an, damit wir Ihnen eine Zuwendungsbestätigung zusenden können.

Darüber hinaus haben wir ein Online-Formular erstellt, das Ihnen den Weg zur Bank erspart.

Die Flüchtlingshilfe Butzbach sagt Vielen Dank.

(BZ 18.1.2016)


Erste Mitgliederversammlung

Am 18.12. fand im Quartierszentrum die erste ordentliche Mitgliederversammlung des neu gegründeten Vereins ‘Flüchtlingshilfe Butzbach’ statt.

Direkt nach der Begrüßung und einer Vorstellungsrunde kommt aus der Runde der Vorschlag, unabhängig vom Aufenthaltsstatus nicht mehr von Flüchtlingen, sondern von Asylbewerbern oder (noch besser) einfach von Mitbürgern zu sprechen, da diese teilweise schon 2 Jahre in Butzbach sind.

Die 1. Vorsitzende Annette Gerber gibt einen kurzen Abriss über die Geschichte des Runden Tisches und Hintergründe zur Vereinsgründung. Der Runde Tisch wurde vor etwa 3 Jahren über eine Initiative des Wetteraukreises und der Stadt Butzbach gegründet. Otto Seesemann war der erste Leiter des Runden Tisches. Anfang 2015 wurde eine Koordinierungsgruppe gegründet, die den Runden Tisch seitdem kommissarisch geleitet hat.

Aufgrund steigender Flüchtlingszahlen – in Butzbach sind es derzeit etwa 300 – ist die Organisation in der derzeitigen Form nicht mehr zu schaffen. Der Runde Tisch wird ab Januar daher von der Stadt Butzbach geleitet und organisiert. Flüchtlingskoordinator wird Herr Hoerschelmann sein.

Darüber hinaus musste für die ein- und ausgehenden Gelder eine tragfähige Lösung gefunden werden, was schließlich zur Gründung des Vereins ‘Flüchtlingshilfe Butzbach’ führte. Es wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass die ehrenamtliche Tätigkeit durch die Vereinsgründung unberührt bleibt. Der Verein wird als Schnittstelle zwischen Stadt und Runder Tisch fungieren. Konkret bedeutet dies, dass ein Engagement in der Flüchtlingsarbeit nicht an eine Mitgliedschaft im Verein gebunden ist und Vereinsmitglieder nicht zur praktischen Mitarbeit verpflichtet sind. Gleichwohl freut sich der Verein über Menschen, die diese wichtige gesellschaftliche Arbeit mit einer Mitgliedschaft unterstützen möchten.

Bürgermeister Merle äußert sich zur Vereinsgründung dahingehend, dass das ‘Leben weiterhin aus dem Runden Tisch kommen soll’. „Verein und Runder Tisch schließen sich gegenseitig nicht aus sondern ergänzen sich“. Er berichtet auch, dass es künftig Helferausweise geben und derzeit ein ‘Patenhandbuch’ erstellt wird.

Die Gemeinnützigkeit des Vereins wurde beantragt und zwischenzeitlich durch das Finanzamt bestätigt. Der Verein hat kurz vor Weihnachten auch schon seine erste Spende von den christlichen Kirchengemeinden aus Butzbach erhalten. Der Arbeitsschwerpunkt, der sich auch aus der Satzung ergibt, wird im neuen Jahr das Beschaffen von Geldern sein. Sei es durch Verkaufsstände an Veranstaltungen, Bewerben um Fördermittel, Mitgliederwerbung und vieles mehr.

Das Café Cosmopolitan im Jugendbahnhof Butzbach ist sehr gut ausgelastet und stößt mit den aktuellen Öffnungszeiten bereits an seine Grenzen. Daher wird überlegt, einen weiteren Termin, vorzugsweise Samstag,  anzubieten.

Aus dem Plenum wird berichtet, dass Butzbach bei den Flüchtlingen einen sehr guten Ruf hat, weil ‘hier sehr viel gemacht wird’.

Wir wünschen alles, alles Gute für das Neue Jahr. Möge es stets glücklich, harmonisch und stressfrei sein!


Vereinsgründung

Es ist vollbracht. Die bisher von einer Koordinierungsgruppe geführte Flüchtlingshilfe Butzbach wird ab heute durch einen von 9 Gründungsmitgliedern gegründeten ‘richtigen’ Verein unterstützt.

Die Gründung eines Vereins war nötig geworden, um die Finanzierung der Flüchtlingsarbeit durch den Status der Gemeinnützigkeit zu verbessern

Ein kurzer Auszug aus der Satzung …

§ 2 Zweck

  1. Der Zweck des Vereins ist die Unterstützung von Flüchtlingen in Butzbach und Umgebung mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe und der Erleichterung des Einlebens.
  2. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke”, § 52 Absatz 2, Ziffer 10 der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. (…)

Zur ersten 1. Vorsitzenden wurde Annette Gerber gewählt, ihr Stellvertreter ist Michael Mentz. Schriftführer und Pressewart des Vereins wird Andreas Rensch sein, für die Kassenführung zeichnet Claudia Moos verantwortlich. Die Vereinssatzung sieht maximal 3 Beisitzer vor. Michael Merle ist bisher einer davon. Alle Abstimmungen waren einstimmig.

Die nächsten Schritte sind jetzt die Anerkennung des Gemeinnützigkeitsstatus durch das Finanzamt, das Einrichten der Bankverbindungen und das Drucken von Mitgliedsanträgen und Vereinssatzungen. (Satzung und Mitgliedsantrag stehen auch hier auf der Website zum Download bereit.)

Der Runde Tisch trifft sich kommenden Dienstag um 1900 Uhr wieder im Quartierszentrum. Dort werden alle Beteiligten über die Vereinsgründung informiert.

Wir hoffen, dass neben den bisher schon in der Flüchtlingshilfe und dem Runden Tisch engagierten Menschen auch neue Interessenten Mitglied und somit Unterstützer des Vereins werden, damit dieser auf einer breiten Basis steht. Der Jahresbeitrag beträgt 12 Euro.

Die erste bzw nächste Mitgliederversammlung findet am 18. Dezember – ebenfalls um 1900 Uhr im Quartierszentrum – statt.